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Islam und Psychoanalyse

Lassen sich Islam und Psychoanalyse vereinbaren? Welche Chancen und Herausforderungen schafft diese Verbindung? Welche besonderen Bedürfnisse haben Patienten mit muslimischem Migrationshintergrund? Über diese und ähnliche Fragen sollen sich Psychotherapeuten, Orientwissenschaftler und Studierende beider Fachrichtungen im Rahmen des Projektes „Islam und Psychoanalyse” austauschen können. Konkreter Vortragstitel ist „Islam und Psyche. Einfluss von Migration auf die Entwicklung” und der Fokus der Veranstaltung wird auf dem Zusammenhang von (Gastarbeiter-) Zuwanderung und der Entwicklung der Folgegeneration liegen. Es werden also die Fragen geklärt: Was sind die Auswirkungen von Migration? Wie gibt sich die Migrationserfahrung an die Folgegeneration weiter und welche Effekte hat dies auf deren Identität.

Umgesetzt wird das Projekt in Form eines Vortrages, der zunächst in Leipzig (09. Oktober 2013) und dann in Freiburg (06. November 2013) abgehalten werden wird. Damit ist „Islam und Psychoanalyse” das erste Projekt des Orient-Netzwerkes, das überregional durchgeführt wird.

Als Referent für diesen Vortrag konnten wir Dr. Ibrahim Özkan, Leitender Psychologe des Schwerpunktes „Kulturen, Migration und psychische Krankheiten” am Asklepios Fachklinikum Göttingen gewinnen, der spezialisiert ist auf die Themenbereiche Migration und Krankheit, Psychotraumata, Flüchtlingsarbeit und interkulturelle Kommunikation. Neben seiner Tätigkeit am Asklepios Klinikum gehört er zu den Mitbegründern des „Dachverbandes der transkulturellen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im deutschsprachigen Raum” (DTPPP) und ist Vorstandsmitglied der „Europäischen Integrationsgesellschaft für medizinische Versorgung e.V.”.

Außerdem konnten wir als Kooperationspartner die Büros für Integration und Migration der Städte Freiburg und Leipzig gewinnen. Weitere Adressaten der Vortragsreihe sind die psychologischen und orientalischen Institute der jeweiligen Universitäten, Migrantenverbände und interkulturelle Vereine. Ziele sind die Sensibilisierung deutscher Psychologen für Problematiken der Thematik „Islam und Psychoanalyse” sowie ein Beitrag zum regionalwissenschaftlichen Forschungsdiskurs zur Übertragbarkeit von europäischen Paradigmen der Psychoanalyse auf arabisch-islamische Gesellschaften.

Das Projekt geht auf eine Anfrage des Freiburger Vereins Treffpunkt e.V. zurück.

 

Die Vorträge der Reihe:

Dr. disc. pol./dipl. psych. Ibrahim Özkan
(Leitender Psychologe des Schwerpunktes „Kulturen, Migration und psychische Krankheiten” am Asklepios Fachklinikum Göttingen)
Islam und Psyche
Einfluss von Migration auf die Entwicklung

in Freiburg: 06. November 2013, ab 20.00 Uhr, Universität Freiburg, KG I, HS 1221
in Leipzig: 09. Oktober 2013, ab 18.30 Uhr, im Orientalischen Institut, Schillerstraße 6, S. 202