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„Neilich war’ch bei ä Vordraach iewer Fraun als religchöse Fiehrungspersonen, reden taten da änne Farrerin, änne Rabbinerin un änne Imamin.“ Als’ch das meiner Mudder erzähln tat, warse zuärscht baff. „Is ä Imam nich so was wie ä Farrer? Un sinn das nich eechentlich immer Männer?“
Das schtimmt zum Teil: Wär nu dän Titel Imam drächt, där hält in änner Moschee ooch de Freidaachspredicht und tut’s Gebet leiten. Von dieser Offgabe gommt wohl ooch dr Name: ‘s arabische Wort „imam“ bedeutet „vor“. Un die Person, die de nu vorbeten tut, schteht ähmd vor alln andern. Wie ooch in andern Religchonen, wurde solche Posten im Islam ähmde oft an Männer vergähm, awer schon seit Anbeginn von däm Islam gabs ooch Frauen, die Vorbeterinnen warn. Awer wie gammr eechentlich nu Imam wärn? Weil’s nu geene „islamische Gärche“ gähm tut, gibt’s ähmd ooch geen vorgeschriemnen Wäch zur Ausbildung fier de Imame. Imam wärd mr, wenn de Gemeinde een dardrzu wähln tut – awer, weil’ nu fiers Amt ooch viel Wissen needch is, gibt’s ooch ä baar iebliche Wäche, wie mr Imam wärn gann.
De Türkisch Islamische Union (DITIB e.V.) arweetet in Deutschland mit Imamen, die de vom türk‘schen Schtaat entsandt worden sin un ihre Ausbildung in dr Türkei gemacht ham.
Dardrzu geheert meist ooch ä Abschluss an ner religchösen Schule un ä Schtudium in Islamischer Theolochie. Dr Verband islamischer Kulturzentren (VIKZ) tut seiner Imame in Deutschland ausbilden, die tun dann ooch an Wochenend- un Färchenkursen teilnähm un schließen dann ihre Ausbildung mit ä Praktikum in enner Moschee ab. Dr Verband dr islamischen Bosniaken (IGBD) tut von seinen Imamen ä Theolochieschtudium verlangn. Darnähm gibt’s awer ooch Imame, die de sich ihr Wissen sälwer angelesen ham, oder off ä ganz andern Wäch ins Amt gegomm sin.
Un was fier Offgaben hat mr als Imam, außer vom Anleiten vom Gebet un dr wechentlichen Predicht? Na genau wie so ä Farrer tun de Imame in dr Seelsorche arweeten, gimmern sich zum Beischbiel ooch um de Sorchen von ältren un  grankn Mänschen, awer ooch um Juchendliche. Sie gähm Unterricht, zum Beischbiel zu Themen von däm Koran un dn Erzählungen iewer dn Propheten Mohammed (hadith). Un se fierhn relichöse Rituale durch oder sin dardrbei, zum Beischbiel bei enner Hochzeit, Beschneidungen und bei Beerdchungen.

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