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Im Dorfe bei mein Großäldern da will de türksche Gemeende, die dorten is, enne neie Moschee offbaun. Als ich mein Oba neilich widder ma besuchen tat, da verwickelte där mich glei in ä Geschbräch wächen dr Moschee. Nu erklärte ich ihm glei, dass de ursprienglische arabsche Bezeichnung „Masdschid“ war un ä Platz bezeichnen tut, wo mr sich hinwerfen tut, also eher niederwerfn, weil doch de Muslime bei ihrn rituellen Gebeten ähmd so Haufen Vorbeuchungen machen. Naja und im Loofe dr Zeit tat sich das Wort im Spanischen un im Italienschen ä bissl wandeln, bisses dann im Deutschen zu „Moschee“ wurde.
De wichtchste Offgabe von enner Moschee isses Gebet, dardrfier isse ja ooch eingerichtet, seit dr Friehzeit vom Islam diente se ooch als ä Mittelpunkt vom Gemeendelähm un als Stätte, wo mr sich treffen gonnte. Desdrwechen is dr andre Begriff fier Moschee ooch „Gamaa“ oder wie de Türken saachen däten: „Cami“ das heeßt so viel wie „Ort dr Versammlung“.
Meist is nähm dr Moschee ä gleener Waschraum, damit mr vorm Gebet de rituellen Waschungen machen gann. Enne Moschee is ganz un gar mit Däppschen ausgelecht, darmit mr nich offm Boden knien muss. Aus Respekt vor dem Ort un ooch aus hygienischen Grienden muss mr vorm Neingehn ins Gebäude de Latschen ausziehn.

Im Gebetsraum drinne is enne besondersch verzierte Nische, die zeicht in Richtung Mekka un gibt däm Gläubchen an, wohin se sich beim Beten verneichen missen. Ofte is dort ooch enne Kanzel, von der aus dr Imam dann ooch bredchen gann. Bilder oder ooch Figurn gibt’s nich in enner Moschee, weils ähmd fier de Muslime verboten is, Läwewesen darzuschtelln.
Stattdessen sin nu de Gotteshäuser oft besondersch reich geschmiggt  mit geometrischen Figurn un floraln Ornamenten. Ooch gammr drinne in dr Moschee kunstvoll kalligraphisch geschtaltete Koranverse in arabscher Schbrache anguggen. Viele Moscheen ham extra noch ä Minarett un von dr Spitze dadrvon tat frieher dr Muezzin zum Gebete rufen. Heitzudache macht mr das mit ä Lautschbrecher.
In hier in Saggsen gibt’s sogar enn „Daach dr offnen Moschee“, där is jedes Jahr am 3. Oktober. Unterm Motto „Gute Nachbarschaft – Bessere Gesellschaft“ is es meechlich so enne Moschee zu besuchen un bei eener Fiehrung durch de Gebetsräume so enner muslimischen Gloobensgemeinschaft mitzumachen. Solche Fiehrungen gibt’s in Dräsdn in dr Faith Moschee un in Leibzch bei dr Ahmadiyya Gemeende.

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