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Neilich ärscht erzählte ich mein Vader von meinen Kommilitonen Ali un Fatima, die beede aus Freiburch gomm un mit dän ich mich richtch gut verschtehn tue.
„Mänsch lad die beeden doch ämma zu uns zum Essen ein. Ich tu ooch was typsch Säggs’sches machen! Wie wärs denne mit enner säggs’schen Gardoffelsuppe?!“ Na das is ja ne super Idee, awer in dr säggs’schen Gardoffelsuppe sin ja Wärschtchen … un die sin ja ooch noch aus Schweinefleesch. Un das isst dr Ali nich.
„Warum denn das?“, fraachte mei Vader. “Weils so im Koran stähn tut, nähmlich in dr Sure 2, Vers 173, un da wärd nu gesaacht, dass…“ „Ja awer warum denne nu grad gee Schwein?“ tat mei Vader mich unterbrechen. Enne gute Fraache. Das gammr nämlich gar nich ma so genau saachen. Das Verbot gann gesundheitliche Griende ham. Zur Zeit von däm Propheten Mohammed gabs geene Giehlschränke. Da nu das Schweinefleesch sähre feddsch is, tat das nu schneller schlächt wärn als andres Fleesch. Un außerdem tun de Schweine im Islam als unrein gelten, unter anderm ooch desdrwächen, weil se Abfälle fressen.
Andre nu widder argumentiern mit gesellschaftlichn Grienden: Frieher wurde de Schweine off dr arabschen Halbinsel von dän Reichen sähre oft mit Getreide gefüttert. Un dä arme Leite hatte nischt davon. Es is meechlich, dass dr Islam das ähmd unterbinden wollte.
Awer der wichtschste Grund liecht wohl doch im gäddlichen Gebote. Muslime gloom nämlich, dass dr Schöpfer am besten wissen tut, was gut fier de Mänschen is un was ähmd nich.
Mei Vader hatte es schließlich nich leicht, ä islamtauchliches sägs’sches Essen finden. Viele dradidschonelle Gerichte sin mit Fleesch, un sälbst, wenn die dann nicht mit Schwein sin, müssen se halal – das heeßt islamsch statthaft -  geschlachtet worden sin: Das Dier wärd ruhich gelecht, von dr Herde entfernt un durch ä schnelln Kelhschnitt gedeedet, währenddessen tut dr Fleescher ’s  muslimsche Gloomsbekenntnis sprechen. Halal geschlachtetes Fleesch gammr ganz eenfach beim muslimschen oder ooch jüdschen Fleescher goofen. Mr gann nadierlich och eenfach seine muslimschen Gäste fraachen, ob se das mit dem Schwein un dem halal Schlachten so enge sähn tun. Viele tun‘s nämlich nich.
Na zu guter Letzt gabs awer doch ä Häbbie End bei uns drheeme: Mei Vader besorchte Rindfleesch von ä Halal-Fleescher un zauwerte ä ganz wunderbarn säggs’schen Sauerbraten. Un als Gombott gabs sälbstgemachte Eierschäggen, die ohne Bedenken verputzt wärn gonnten.

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